Gartenkunst-Museum

Raum 16 / Weißer Saal

 

Bild: Weißer Saal

Der Festsaal wurde seit 1763 unter Herzogin Elisabeth Friederike Sophie ausgebaut. Seine heutige Gestalt erhielt er unter Herzogin Dorothee Sophie. 1793 ließ sie den ehemals grün freskierten Rokokosaal in einen eleganten Festraum des Klassizismus umwandeln.

Durch den Stuckdekor ist der Weiße Saal als Festsaal eines Garten- und Sommerschlosses ausgewiesen. Die Schmucktrophäen der Decke nehmen auf die vier Jahreszeiten Bezug. Im Nordosten steht ein Blütenkorb für das Frühjahr, im Südosten zeigen Ährenbündel den Sommer an, im Südwesten stehen Weinkörbe für den Herbst und im Nordwesten Waffen und Jagdhörner für den Winter. Der Ablauf der zwölf Monate ist durch die spielenden Putten in den Medaillons symbolisiert.

In den Reliefs der Wandfelder sind mythologische Götter dargestellt, die sich auf den Vegetationszyklus des Jahres beziehen. So ist Flora dem Frühjahr, Cybele dem Sommer, Bacchus dem Herbst und Diana dem Winter zugeordnet. Das zentrale Relief auf der Westseite zeigt Vulkanus in seiner Schmiede stellvertretend für die kalte Jahreshälfte. Die Opferszene zu Ehren Floras und Cybeles gegenüber symbolisiert die warme Jahreszeit.


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